„Shinrin Yoku“ – ein Bad im Wald

Alle Sinne sind weitgeöffnet, im Sinne vom Baden tauchst du in die Atmosphäre des Waldes ein. Ein Spaziergang im Wald, während dessen du alles auf dich wirken lässt: das Aussehen der Bäume und anderen Pflanzen, das viele Grün um dich herum, die Luft, der Geruch. Das ist Waldbaden. In Japan ist Waldbaden – „Shinrin Yoku“ ein fester Bestandteil der Vorsorge. Mehrere Studien belegten wie das auf uns wirkt.

es senkt den Blutdruck,

es reguliert den Puls,

es reduziert Stresshormone und

es vermehrt und aktiviert unsere natürlichen Killerzellen

Für mehr schaut euch das Video über Waldbaden an:

Grün zieht uns an

Die Deutschen lieben den Wald, die Briten ihren Gärten und Parks. Ich laufe gerne einem Bach entlang und höre das Wasser plätschern, oder setze mich unter Bäume und höre dem Blätterrascheln zu. Diese Geräusche beruhigen mich. Die Natur ist heilsam.

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“Each town should have a park, or rather a primitive forest of five hundred or a thousand acres, where a stick should never be cut for fuel, a common possession forever, for instruction and recreation. … If any owners of these tracts are about the leave the world without natural heirs who need or deserve to be specially remembered, they will do wisely to abandon their possession to all, and not will them to some individual who perhaps has enough already.” 

Henry David Thoreau, Journal. October 15, 1859

Können wir das auch?

Das Erfolgskonzept fußt darauf, dass wir im Wald nicht so viele Reize abwehren. Wir konzentrieren uns auf ganz wenig.
Es kommt noch besser. Nur fünf Minuten in einer Natur, die uns gefällt, verbessern die Stimmung und steigern das Selbstwertgefühl. Hast du nicht Lust, gleich mal in den Wald zu gehen?
Dass dieses Konzept aus Japan kommt, weiß ich noch nicht lange, aber ich habe mich immer nach einem Waldspaziergang besser gefühlt.
Wir fühlen uns nicht immer in der Lage, einen Spaziergang zu machen.
Es ist möglich, einen ähnlichen Effekt zu erzielen, ohne das Haus zu verlassen. Wenn du aus dem Fenster auf einen Baum schaust, hat das eine heilsame Wirkung. Patienten im Krankenhaus brauchen weniger Schmerzmittel, wenn sie ins Grüne oder auf einen Baum schauen können.

 

Vor einigen Jahren hatte ich einen Kalender mit wunderschönen Bildern aus Schottland. Am Ende des Jahres mochte ich mich nicht davon trennen und laminierte alle Bilder. In der Selbsthilfegruppe habe ich sie oft als Begrüßung ausgelegt, oder bei Meditationen benutzt.
Das war intuitiv. Inzwischen weiß ich, dass auch das Anschauen von Bildern der Natur mit viel Grün unsere Stimmung messbar verbessert und uns beruhigt. Das wurde in einer Studie 2015 belegt. Die Studie soll dazu animieren, mehr Grünfläche in der Stadt zu planen. Mir gefällt das Englische Konzept: Jede Stadt hat sein Park, sein Erholungsgebiet. Hier fehlt mir das manchmal, wenn ich unterwegs bin.

Schauen wir uns gesund!

Das Zitat von Henry Thoreau sagt ungefähr: Jede Stadt sollte ein Park oder ein kleiner Wald haben, worin keine Bäume zum heizen gefällt werden. Sie sollen der Allgemeinheit als Ort des Lernens und der Erholung dienen. Sollte jemand mit viel Geld und keinen Erben nicht wissen, wem er sein Erbe vermachen soll, wäre es eine gute Idee, damit einen solchen Ort für die Allgemeinheit zu schaffen, anstatt jemand, der reich ist, noch reicher zu machen.

Der Gedanke ist fast 150 Jahre alt, aber eigentlich ganz modern.

 

Quellen:
Jiménez, F., & Schiek, H. (2016, April 19). Nur fünf Minuten im Wald stärken Ihr Selbstbewusstsein. Abgerufen 31. Mai 2020, von https://www.welt.de/gesundheit/article154517284/Nur-fuenf-Minuten-im-Wald-staerken-Ihr-Selbstbewusstsein.html
van den Berg, M., Maas, J., Muller, R., Braun, A., Kaandorp, W., Lien, R., … van den Berg, Ae. (2015, Dezember 14).
Autonomic Nervous System Responses to Viewing Green and Built Settings: Differentiating Between Sympathetic and Parasympathetic Activity. Abgerufen 31. Mai 2020, von https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4690962/

Bilder:

Lizenzfrei außer Poppy field, Magnolia and Five valleys von mir